Das 12N20P-Experiment

© Dr. Ralph Okon 26112006

 

Experimentalmotoren

 

Schon lange wird die Frage diskutiert, ob eine Kombination wie 12N20P lauffähig ist oder nicht und wenn ja, ob sie Vorteile gegenüber den herkömmlichen Auslegungen bietet.
Dazu, das experimentell zu prüfen, boten sich die Drehteile von Kuni für den 4510er Kyocera-Druckerstatorumbau an.
Da Rene einen Satz für das Experiment zur Verfügung stellte und ich noch einige der Statoren in der Kiste liegen hatte, waren alle nötigen Voraussetzungen gegeben.
Das Wickelschema für 12N20P lautet:
AbCaBcAbCaBc
Also ein abgewandeltes ABC- Schema ohne jede Gruppenbildung.
Um zu verhindern, daß ein Hammerkopf gleichzeitig 2 Magnetpole abdecken kann, war es nötig, den Statorschnitt etwas zu modifizieren.
Aus diesem Blickwinkel sieht man noch besser, wie sehr die hier eher schadenden denn nützenden Überhänge gekürzt wurden.
Wie man hier sehen kann, stehen jetzt Magnetbreite und Hammerkopfbreite in einem gesunden Verhältnis zueinander.
Verbaut wurden hier 12x6x2,5mm große Magnete in N48H
Der modifizierte Stator auf dem Träger montiert und die mit Magneten bestückte Glocke
Das Wickeln selbst gestaltete sich relativ einfach, sodaß sehr schnell der erste Probelauf möglich war.
Gewickelt wurden 7 Windungen 1,06er Draht, um einen möglichst einfachen Vergleich zu diesem und diesem Motor auf gleicher Statorbasis zu haben.
Beim Testen fiel sofort die ungewöhnlich starke Erwärmung des Motors auf.
Auch lag der Leerlaufstrom bei etwa dem doppelten der ähnlich gewickelten Vergleichsmotoren!
Nachdem nach sorgfältiger Prüfung ein Baufehler wie z.B.Magnet- oder Wickelfehler oder ein Wicklungs- oder Statorschluss mit Sicherheit ausgeschlossen wurde, musste die Ursache dafür eine Andere sein.
Eine genaue Prüfung zeigte, dass die Erwärmung nicht primär im Statoreisen oder in der Wicklung auftrat, sondern im Rückschluss besonders schnell fühlbar war.
Wie Peters nebenstehende FEMM-Skizze zeigt, finden bei dieser N/P- Kombination extrem starke magnetische Flüsse und damit Ummagnetisierungsvorgänge im Rückschlussring statt.
Also habe ich versucht, dem Problem durch eine Verdoppelung der Dicke des Rückschlussringes abzuhelfen.
Die erreichte Besserung war jedoch nicht der Rede und vor allem nicht der Mühe wert.

Fazit:

 

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