18N16P Monster

© Dr. Ralph Okon 29062004

 

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Es werden 2 18N Statoren aus ditto 2GB- Laufwerken benötigt.
Von einem wird auf einer Seite das gelackte Deckblech entfernt. Alternativ kann man die Lackschicht abschleifen.
Das Wickelschema für 16P und genauso für 20P lautet:
AaABbBCcCAaABbBCcC
Hier sind die ersten 3 Zähne bewickelt, jetzt geht es auf die gegenüberliegende Seite des Staotors.
Die erste Phase ist fast fertig, es fehlt nur noch ein Zahn. Es geht besonders innen am Statorkern sehr eng zu, so, daß man die letzten Windungen nur noch durchfädeln kann. Mit einer Drahtlänge von ca. 220cm je Phase ist man immer auf der sicheren Seite. Eine gute Isolation des Wickeldrahtes beim Seitenwechsel erspart unter Umständen viel Ärger.
Hier sind 2 Phasen des 14- Winders komplett aufgewickelt
So sieht die Bewicklung fertig aus. Die kurzen Stücke Isolierschlauch helfen, Spulenanfänge und Enden sicher auseinanderhalten zu können. So verlötet man garantiert die richtigen Enden zum Stern.
> Nun zur Glocke.
Da die Vorgabe hieß "ohne Drehteile" und "mit einfachen Mitteln" habe ich mich daran erinnert, daß sich auch Stahlblech sehr gut weich verlöten lässt.
Dazu werden die 2 Glocken wie sie mit den offenen Seiten zueinander auf eine gemeinsame Achse geschoben.
Danach wird mit der Dreikantfeile eine schöne Kerbe für das Lot eingearbeitet.
Gut entfettet und mit brutalem Lötwasser vorbehandelt gehts jetzt ans Verlöten.
Der Lötkolben sollte mindestens 80Watt haben und gut vorgeheizt sein.
Flußmittel in die Kerbe und Lot dran. Wenn alles warm genug ist, fließt es fast von selbst in die Kerbe.
Das Bild stammt noch von den früheren Versuchen, mittlerweile muß ich kaum noch nacharbeiten.
Die überflüssigen Zinnreste werden dann bis auf die Glockenkontur weggeschliffen.
Nun muß die entstandene Blechbüchse wieder geöffnet werden.
Am schnellsten und elegantesten geht das natürlich auf der Drerhmaschine - aber das sollte ja nicht sein.
Also wird ein Statorträger in einem guten Maschinenschraubstock gespnnt und dieser unter der Ständerbohrmaschine befestigt.
Entweder nimmt man jetzt einen Bohrer und setzt unter drehen der Glocke auf dem Statorträger Loch an Loch....
....oder man hat einen kleinen Fräser, der sich auf der vorgegebenen Kreisbahn durch den Glockenboden arbeitet.
Hier ist es vollbracht.
Da das Monster ein ziemliches drehmoment entwickelt, sollte man die Achse mit Loctide 638 verkleben.
Alternativ geht auch hier weichlöten- inzwischen mache es regelmäßig so.
Ein probeweise in der Glocke zwischen 2 Magneten plazierter Stator zeigt, wie klein der zu erwartende Luftspalt sein wird.
Spätestens jetzt sollte man den Rundlauf der Glocke prüfen und bei Notwendigkeit die Achse nachrichten.
Hier nun die fertige Glocke. Das zusätzliche 11 x 4 x 4 Kugellager sitzt auf der Achse. Es wird in eingebautem Zustand vorn genau in die Statorbohrung passen und sich mit seiner Rückseite gegen den Statorträger abstützen.
Die 16 oder 20 Magnete 9 x 5 x2,5 werden in der in den Bautips beschriebenen Weise ausgerichtet und mit Acrylcyanatkleber gesichert.
Die Abdeckung liegt bei beiden Varianten im "grünen Bereich".
Die Räume zwischen den Magneten werden zuletzt mit balsaholzstreifen verfüllt und diese mit Sekundenkleber getränkt.
Inzwischen gibts noch besser in die verlöteten Glocken passende mit 12 x 6x 2,5mm !
Mit ihnen lässt sich in der 20P- Variante eine 100%- Abdeckung realisieren.
Zu den Auswirkungen steht hier etwas mehr.
Eine ordentliche Grundplatte erleichert die Montage des Motors im modell wesentlich.
Auch die löcher für die Wärmeableitung sollte man besser nicht vergessen, will man lange Spaß mit dem Motor haben.
Hier noch mal die bewickelten Statoren von Monster 1 und 2.
Sie haben 18 x 0,56 bzw. 14 x 0,65 Windungen je Zahn.
Inzwischen fliege ich mit dem Monster 3 mit 12Wd x 0,71er Draht je Zahn.
Hier sieht man auch nochmals das aus Sicherheitgründen (Drehmoment) mit der Glocke mittels Zwischenlegen kleiner Sperrholzblättchen verklebte 55er Mittelstück.
Ein Bild vom Testlauf.
Es hat sich herausgestellt, daß das monster 2 an 2p3s liIon1850 am liebsten eine 18 x 9 Zoll Luftschraube dreht.
Segler mit 1400g erreichen damit eine beachtliche Steiggeschwindigkeit.
Ein Bild vom Monster, hiermit 20P-Glocke.
Dieser Motor ist sogar in der Lage, mit einer 22 x 12 Zoll -LS im Direktantrieb mit 200 W zu arbeiten und dabei 2150rpm zu bringen. Genug für einen Riesensegler.
Inzwischen hat sich wegen der gewachsenen Leistung bei Betrieb an 4s LiPo (250W problemlos erreichbar) der der mechanische Aufbau der Antriebeinheit etwas geändert.
  • Es wird eine längere Achse aus einen CD-Rom-Schlitten verwendet.
  • Auf die Glocke wird die Messing Andruckrolle des Ditto-Laufwerkes aufgelötet.
  • Die Glocke wird mit 2 Madenschrauben auf der welle gesichert.
  • Die Welle wird hinten mit einem Stellring gesichert, um das Vorziehen der Glocke durch die jetzt erzeugten bis zu 1500g Schub zu verhindern.
  • Bei Bedarf wird ein zusätzlicher Rückschlußring (leider ein Drehteil) auf die Glocke aufgeschoben.
  • Das ganze findet bei der von mir bevorzugten Vorspantmontage seinen Platz in einem Motorsaver.

 

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