Der 6(9)N10P-Motor

Ein Gastbeitrag von Martin Götzenberger

© Dr. Ralph Okon 24112007

Experimente

Franz Osten hatte in einer betagten Festplatte einen schönen, großen Stator gefunden, der nicht ganz der Norm entsprach. Zusammen 9 Zähne, wobei aber nur 6 Zähne wirklich der Rede wert waren. Eher wie die Zwischenzähne beim 9N Ditto.

Da der Stator grundsätzlich eine 3'er Symmetrie besitzt, sollten viele Kombinationen möglich sein. Die Wahl viel auf 10P, was knapp über den maximal sinnvollen 8P für einen echten 6N, und voll im Bereich eines 9N liegt.

Die Glocke wurde relativ massiv gebaut, da dem Motor die hilfreiche 3'er Symmetrie eines 9N12P fehlt, und die Magnete eher wie ein 9N8P oder 9N10P 'schief' ziehen dürften.

Der Glockenboden wurde als Lüfter ausgeführt, eine Deckscheibe dient der Luftführung. Die hohen Stege wirken sich sehr positiv auf die Steifigkeit des Glockenbodens aus. Schließlich ist der Motor recht lang.

Im Statorträger fanden 5x11x4'er Lager Platz, wieder eher robust ausgelegt, aber für den Einsatz in einem Boot gerade richtig.

Die Anschlußmaße entsprechen genau denen eines Speed700Turbo.

Als ersten Schritt wurden Testwicklungen aufgebracht, und die Kurven am Oszi verglichen. So wurden die Zähne ausgesucht, bei denen der Phasenunterschied möglichst klein war.

Die Kombination A-AB-BC-C stellte sich dabei doch als besser heraus, als die ursprünglich angedachte Ab-Ca-Bc-

Fertig gewickelt mit 0,67'er Draht. Viel weniger als möglich, aber Ich bin ja noch Anfänger..

Insgesamt ist ein ganz hübscher Motor entstanden. Im Vergleich zum Speed 700 etwa halb so schwer, etwa gleiche Leistung bei etwa gleichem Wirkungsgrad, allerdings bei etwa halber Drehzahl und entsprechend etwa doppelt so hohem Drehmoment.

Etwas besser im Wirkungsgrad wäre es sicher mit dickerem Draht gegangen, aber Welten wären wegen der dicken Bleche nicht drinnen gewesen.

 

Navigation