24mm Stator ("Chipsledde")

© Dr. Ralph Okon 10092006

Motorenseite

Letztes Jahr hatte ich von MARK WOLDENBERG 2 selbstgebaute Motore auf Basis des 24mm Chipsleddenstators zum Vermessen bekommen.
Einer der Motoren (links) war mit 12x0,63mm im Stern bewickelt, der andere mit 25x0,45 im Dreieck.
In beiden Motoren waren 5x5x1mm große N 50 Magnete verbaut.
Netterweise hat mir Mark eines der Gehäuse zum Experimentieren überlassen.
Lange hat es gedauert, aber jetzt habe ich den Motor mit verschiedenen Modifikationen aufgebaut.
Zunächst habe ich die dicke Plasteisoschicht komplett von den Statoren heruntergeschnitten.
Da Magnete und Rückschluring für 5mmm ausgelegt waren, habe ich 5 Bleche eines gleichen Stators hinzugefügt, um die optimalen 5mm Höhe am Blechstapel zu erreichen.
Die Magnete wurden durch gebogene 5x5x1,2 in N52 ersetzt.
WARNUNG!

Chipsledde ist nicht gleich Chipsledde!
Es gibt da lackisolierte 24mm statoren mit schmalen Hammerstielen, die offenbar wenig taugen.
Schlechter Wirkungsgrad und eine sehr hohe spezifische Drehzahl sind die Folge.
Ich würde daher empfehlen, diese Dinger am besten gleich auszusondern.

Um die Wickelräume nicht zu verkleinern, habe ich auf eine zusätzliche Isolation in den Nuten komplett verzichtet und eigentlich für den 25er GB-Stator gedachte 0,5mm dicke GFK Isoscheiben von LEMMI (nochmals herzlichen Dank!) verwendet.
Diese Scheiben wurden nach dem Verkleben zunächst in Form und dann in der Dicke auf ca. 0,3mm heruntergeschliffen sowie an den Kanten nachgearbeitet.
Gewickelt habe ich 12Wd mit 0,71er Draht im 1-2-3-Kurz-Wickelmodus und das ganze im Stern verschaltet.
Mit dieser Drahtdicke kann dem Motor bis zu 21A Strom zugemutet werden.
Die Waage zeigt 29g, das sind 2,5g mehr als bei Marks Motoren, aber 3g weniger als beim maximal erleichterten Colorado.
Im folgenden habe ich die Daten von Marks besserem Motor (25x0,45 Dreieck) in rot, meiner aufgemotzten Chipsledde (blau) und dem optimierten 22705Powerschnurrz gegenübergestellt.
Jetzt sieht er so aus.
Der Motor sollte einen besonders leicht gebauten und trotzdem noch immer etwas schwereren 3s-Colorado ersetzen in einem Flieger mit 280g Abfluggewicht ersetzen.
Er wurde getestet mit einer 8" x4" an 3s in einer Pulse - die war ernsthaft gefährdet in der Luft zerrissen zu werden.
Die Flugleistungen sollen zutiefst beeindruckend gewesen sein. (war leider nicht dabei)
In Diagrammform dargestellt zeigt sich das folgendermassen:

Die hier dargestellten Daten liegen teilweise an der absoluten Grenze der Belastbarkeit dieses Motors.
Da ein Motor jedoch überwiegend im Teillastbereich bewegt werden wird, sollte auch diese Abstimmung praxistauglich sein, vorausgesetzt, Regler und Akku werden den Anforderungen gerecht und die Leistung wird nur kurzzeitig als Spitze abgerufen.
Jedenfalls wird der Motor in der gezeigten Auflegung wohl mehr als genug Schub für einen Outdoorshocky produzieren können.
Neben dem besseren Wirkungsgrad führt der dicke Draht dazu, dass man insgesamt wesentlich mehr Leistung durch den Motor schieben kann. Das er auch an 4s noch sinnvoll eingesetzt werden kann, zeigen die beiden Speed-Auslegungsvarianten mit kleinen Props und großen Drehzahlen.

Fazit: