9N12P Colorado "shocky edition"

© Dr. Ralph Okon 20122004

Motorenseite

Der Marcel wollte einen besonders leichten Colorado für einen 3s befeuerten -Shockflyer - Antrieb haben.
Es war von vorn herein klar, daß es ein ziemlicher Spagat werden würde. Einerseits brauchte ich viele Windungen um die Drehzah bei dieser Eingangsspannung in einem gut nutzbaren Bereich zu halten und andererseits durfte ich die Drahtstärke wegen des Innenwiderstandes und des Wirkungsgrades nicht zu dünn werden zu lassen.
Das sind die Rohteile.
Dem Colorado-Stator ist schon ein Blech ( entnommen worden, damit die Statorhöhe genau zu den halbierten 7 x 6 x3er Magneten passt.
Auch die Glocke ist schon gebohrt und verklebt, wie in der entsprechenden Anleitung beschrieben.
Das halbieren der Magnete habe ich hier beschrieben.
Wenn man gleich 7x3x2er kauft, kann man sich das natürlich sparen.
Der speziell auf den Shocky angepasste GFK- Motorträger ist fertig.
auf diesem Bild sieht man nochmal gut die 6 Statorbleche= 3mm Statorhöhe.
Es gibt die 6-Blechstatoren übrigens auch original, leider hatte ich aber keinen mehr in meiner Kiste.
Nach mehreren Wickeltests habe ich den Stator mit 21Windungen 0,5mm dicken Lackdraht bewickelt.
Die 3 zusätzlichen Bohrungen im Stator dienen der Gewichtsersparnis.
Sicher hätten es noch 6 Stück mehr werden können.

Das Wickelschema - wie immer beim 9N12P:
ABCABCABC.

Das Ganze von hinten.
Wie immer habe ich alle "Zahnsprünge" extra mit Isolierschlauch überzogen.
Ein Prop-saver gehört auch dazu.
Dieser ist sehr einfach aus einem Mitnehmer vom Conrad-Versand hergestellt.
mehr dazu gibts in dieser Anleitung.
Der Motor ist fertig.
Komplett wiegt er einschließlich des Prop-savers 39g - für einen Colorado ein sehr niedriges Gewicht.
Auf dem Prüfstand:
Leerlauf: 11,62V, 0,86A mit der 9 x3,8 APC
bei 10V und 9,45A 6830rpm . das wären wohl etwa 450g schub lt. "standschub" APC spezialtabelle. mit fast leerem Akku:
bei 9V sind es 8,2A und 6400rpm (400g schub)
mit der 8 x 4,3 GWS
9,47V 7,22A 7600rpm,
leider hatte ich keine kleineren Slowprops mehr zum testen.
Für einen Shocky sollte der generiete Schub aber auf jeden Fall mehr als reichen.
"Der Shockflyer ist etwa 270g schwer, aber fliegt immer noch sehr gut. Gestern habe ich ihn das erste mal geflogen. Er fliegt fantastisch, und geht sehr schnell senkrecht. Torquen kann man mit ca. 3/4 Gas."- schreibt Marcel zum Flieger.

 

Fazit:
Der Colorado ist ein wenig fettleibig für diese Klasse.
Seine besonderen Qualitäten- das Drehmoment - kann er an 3 Zellen nicht recht ausspielen.

Der gute Teil bei der Sache:
Die 21Wd 0,5er kann man auch sehr gut an 2s Lipo, dann mit einer deutlich effektiveren 10" Luftschraube betreiben.
So gesehen ist mit dieser Bewicklung am Ende der anfangs angesprochene Spagat doch recht gut gelungen.

 

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