Einzelzahnbewickelter Innenläufer mit Tangorotor

© Dr. Ralph Okon 31.01.2011

 

Experimentalmotoren

 

Wir wollten mal sehen, was mit einem einzelzahnbewickelten Innenläufer so geht.
Da ein Rotor aus einem Kontronik Tango zur Verfügung stand, hat Martin mal einen hypothetischen 9N6P gerechnet.
Bald nachdem ich den Georges van Gansen drum gebeten hatte, kamen die nötigen Bleche.
Sie waren gemäß Martins Berechnungen aus 0,2er Elektroblech erodiert worden.
Der erste Stapel- und Füllungsversuch.
Die Bleche wurden zum Ausgleich der beim Erodieren immer wieder auftretenden kleineren Geometriefehler "reihum" gestapelt und mit Acrylcyanat verklebt.
die aus GFK gefrästen Isoscheiben sind aufgeklebt
Der Rotor aus dem Tango (Kontronik.
Die Wicklung wurde YYY verschaltet.
Das Wickelschema:
ABC II ABC II ABC.
Eine der beiden selbstgedrehten Endplatten.
Das bewickelte Statorpaket probehalber in die Endplatte eingesetzt.
Der Rotor an seinem Arbeitsplatz
Testaufbau mit herausgeführten Sternpunkten - falls was falsch verschaltet ist.
Die mit Sicherungsmuttern versehenen Zugstangen, die alles zusammenhalten.
Der testfertige Motor.
Auf einem herstellereigenen Prüfstand erreichte er extrem gute Daten:
Bei 34,43V und 60,19A drehte er 26263rpm und entwickelte 0,685Nm Drehmoment. Der Maximale Wirkungsgrad betrug 91%.
Bei 100A lag der Wirkungsgrad noch immer bei 88% und das Drehmoment bei 1,18Nm.
Leider war der Prüfstand dort am Ende seiner Möglichkeiten angekommen.

Hinsichtlich der Drehzahlsteifigkeit schnitt der IL bei gleicher Auslegungsdrehzahl signifikant schlechter ab, als ein gleichschwerer Aussenläufer vergleichbarer Größe.
Deshalb wurde dieses Konzept trotzd es wirklich guten Wirkungsgrades nicht weiter verfolgt.

 

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