9N12P Ditto bewickeln

Version13072004 by DrRalphOkon

Anleitungen

Hier ist als Beispiel eine Phase für 12 Pole im für Anfänger empfohlenen Wickelmodus "standard lang" auf einen 9N - Stator aufgewickelt
Dieses Schema wird mit den 2. Draht nur um einen Zahn verschoben aufgebracht.
Gleiches gilt für den dritten Draht - wieder einen Zahn verschoben, und jetzt sind alle Zähne voll.
normalerweise sind es deutlich mehr Windungen. Am besten in 2 Lagen, erst von der Mitte bis nach außen und dann in der 2. Etage wieder zurück bis in die Mitte. Dann wird auf den nächsten zu bewickelnden Zahn übergegangen.
Ob die gesamte Wicklung mit linkem oder rechtem Wickelsinn aufgebracht wird oder man sich links oder rechts um den Stator herum arbeitet ist völlig egal.
Wichtig ist nur, daß alle Spulen den gleichen Wickelsinn haben

soweit zum allgemeinen.
und jetzt nochmal der ganze Ablauf der 9N12P-Bewicklung mit Bildern untermalt.
Die Bewicklungsschemata für andere Nut/Magnetpolkombinationen sowie deren Verschaltung zu Stern- oder Dreiecksschaltung sind auf dieser Seite dargestellt!

Anleitungen

Die erste Spule der ersten Phase wird gewickelt.
Ich halte den Stator samt Träger immer mit der linken Hand und drehe ihn unter der rechten Hand, die den Draht führt und an der richtigen Stelle in die Nuten legt, weg.
Beim Sprung vom 1. auf den 4. Statorzahn sieht man, warum der Statorträger schon montiert ist.
So kann ich den mit aufgeschobenem Gewebeschlauch isolierten Draht sehr straff um das Mittelstück herumziehen, ohne daß ich befürchten muß, daß ich die Lackisolation beschädige oder daß der Draht zu sehr "abkürzt" und ich dann den Statorträger nicht mehr zwischen den Drähten hindurch bekomme.
Mit dem Verfahren, über der fertigen Wicklung in Wickelrichtung (hier nach rechts) zum nächsten Zahn zu springen habe zwar einen geringfügig längeren Weg für den Draht, gehe aber dafür sicher, daß ich mir den Wickelraum an den benachbarten Zähnen nicht einenge.
Würde ich jetzt (im Bild) direkt nach links springen, würde sich der Draht sofort auf den beachbarten Zahn auflegen weil
der Draht ja bestrebt ist, unter Zug den kürzesten Weg zu nehmen.
Den gewickelten Draht sollte man immer wieder zusammenschieben, damit die Wicklung möglichst dicht wird.
Dazu nehme ich ein GFK-Stück in einem Holzgriff. Das schont sowohl Fingernägel (das geht auch, bis sie alle sind) alsauch die Lackisolation des Drahtes, weil das GFK nicht zu hart und scharfkantig ist.
Der nächste Sprung zum Zahn Nummer 7 ist vollzogen und die letzte Spule der ersten Phase wird - immer im gleichen Wickelsinn- aufgebracht.
Zahn Nummer 2 ist mit der ersten Spule der 2. Phase bewickelt.
Anfang und Ende der ersten Phase sind miteinader verdrillt, der Anfang hat den Lackgewebeüberzug. So kann man immer gut erkennen, was zusammengehört und was Anfang und was Ende ist.
Jetzt ist auch die 2. Phase fast fertig aufgewickelt. Es fehlt nur noch die "Rücktour" zur Statormitte am Zahn 8.
Die Spulen der 2. Phase liegen also auf den Zähnen 2, 5 und 8.
Die 2. Spule der 3. Phase wird bewickelt.
Die 3. Phase liegt auf den "übriggebliebenen Statorzähnen 3, 6 und 9.
Der Wicklungbeginn am 9. und letzten Zahn.
Jetzt sind alle Zähne voll bewickelt.
Die Anfänge liegen links, die enden rechts.
Für die Sternschaltung werden die rechten Drahtenden - nachdem sie sauber abisoliert wurden - miteinander zum Sternpunkt verdrillt.
Der Sternpunkt wird verlötet.
Wenn man die 3 Wickeldrähte vor dem Wickeln auf die gleiche Länge geschnitten hatte, sieht man jetzt, ob man irgendwo eine Wicklung vergessen oder zuviel gemacht hat. Die abgeschnittenen Drahtenden wären dann nicht gleichlang.
Jetzt werden noch die Löcher für die Drahtdurchführung in der Grundplatte angezeichnet und gebohrt.
Dann kann das ganze montiert werden....
...und ist reif für den Prüfstand.
Die erste Drehung des fertigen Motors sollte man ganz vorsichtig von und langsam von Hand machen.
Falls die Wicklung jetzt an der Glocke schleifen sollte, (passiert vor allem, wenn man mit dickem Draht gewickelt hat und/oder die Bohrlöcher nicht sauber entgratet sind) , muß noch eine kleine Beilagescheibe auf die Achse zwischen vorderem Kugellager und der Glocke eingebaut werden.

 

Wenn der Motor jetzt nicht läuft, dann die Baufehlerliste Punkt für Punkt abarbeiten.
Das hat auch mich schon dem einen oder anderen dummen Fehler auf die Spur gebracht!

 

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